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„Kranker“ Werkstattmeister des Lohnfortzahlungsbetruges überführt

2009-02-09 17:35

Ein Filialbetrieb eines weltbekannten Herstellers von Nutzfahrzeugen hatte den Verdacht, dass ausgerechnet der seit 30 Jahren beschäftigte Werkstattmeister, während er arbeitsunfähig geschrieben war, Kundenfahrzeuge „unter der Hand“ wartete und reparierte. Weiterhin hatte der Werkstattmeister angeboten die Firma gegen Zahlung einer sechsstelligen Abfindung zu verlassen. Nach Gesprächen mit verschiedenen Detekteien entschied man sich meine Detektei zu beauftragen.
Als der Meister sich erneut krank meldete, wurde er von unseren Detektiven observiert.
Während der Beobachtung fuhr er mehrfach zu einem etwa 300 Kilometer entfernten Gewerbegebiet und hielt sich dort in einem Bürogebäude auf. Das Büro konnte zunächst keiner bestimmten Firma zugeordnet werden. Während der restlichen Beobachtungszeiträume hielt er sich ausschließlich in seinem Wohnhaus auf. Alle Erkenntnisse der mehrtägigen Beobachtung ergaben kein verwertbares Ergebnis.
Bei einer günstigen Gelegenheit gelang es einem Detektiv in das Fahrzeug der Zielperson zu sehen. Der Detektiv entdeckte einen an die Zielperson adressierten Brief. Allerdings war der Brief an die Zielperson als Inhaber einer Spedition gerichtet.
Dies war der Ansatz für weiter reichende Ermittlungen.
Es stellte sich heraus, dass der Werkstattmeister zwei Speditionen gegründet hatte. Eine auf seinen Namen und eine auf den Namen seiner Tochter. Bei dem Büro im Gewerbegebiet handelte es sich um einen Vermittler von Frachtfahrten.
Immer wenn die Auftragslage besonders gut war, meldete sich der Mann krank und kümmerte sich um seine eigenen Betriebe. Sein Arbeitgeber bezahlte ihn noch dafür und half ihm so die zweite Existenz aufzubauen.
Der Werkstattmeister wurde mit den Ergebnissen meiner Detektei konfrontiert und verließ danach sofort die Firma. Eine Abfindung gab es natürlich auch nicht. Die Kosten für den Einsatz meiner Detektei musste er zusätzlich begleichen.

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